Samsung auf der CES 2026: Wie die neue AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform das vernetzte Zuhause neu definiert
05.01.2026
Samsung nutzt die CES 2026, um eine deutlich stärker integrierte AI-Vision für das vernetzte Zuhause vorzustellen: von Displays und Smart TVs über Haushaltsgeräte bis hin zu Smart‑Home‑Steuerung. Die neue Plattform verlagert KI-Fähigkeiten konsequent an den Edge – direkt in TV, Kühlschrank, Klimaanlage oder Staubsauger – und macht sie zu einem verbindenden Layer über das gesamte SmartThings-Ökosystem. Für Handel, Medien, Energieversorger, Smart‑Home‑Anbieter und Immobilienwirtschaft entstehen damit neue, standardisiertere Touchpoints im Haushalt – inklusive neuer Anforderungen an Integration, Datenschutz, Security und Datenpartnerschaften.
Samsung auf der CES 2026: Wie die neue AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform das vernetzte Zuhause neu definiert
Samsung nutzt die CES 2026 in Las Vegas, um seine nächste Ausbaustufe eines AI‑getriebenen, vernetzten Haushalts vorzustellen. Im Mittelpunkt stehen nicht mehr einzelne „smarte“ Geräte, sondern eine zusammenhängende AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform, die Displays, Haushaltsgeräte und Smart‑Home‑Steuerung systematisch verbindet.
Für Unternehmen bedeutet das: KI wandert aus der Cloud in die Geräte selbst und wird zum Standard-Layer im Haushalt – mit direkten Implikationen für Services, Werbung, Datenstrategien und Sicherheitsanforderungen.
1. Kontext: Was Samsung auf der CES 2026 vorstellt
1.1 Von einzelnen Produkten zu einem integrierten AI‑Ökosystem
Auf der CES 2026 präsentiert Samsung seine Vision „Your Companion to AI Living“ – einen vernetzten Geräteverbund, in dem TV, Displays und Haushaltsgeräte als AI‑gestützte Alltagsbegleiter auftreten, nicht mehr als isolierte Produkte. Zentrale Bausteine sind:
AI‑Displays und TVs mit dem neuen Vision AI Companion (VAC), der Inhalte versteht, Empfehlungen gibt und mit anderen Geräten interagiert. citeturn0search11
AI‑fähige Haushaltsgeräte der erweiterten Bespoke‑Reihe – etwa Wasch‑/Trockner-Kombination, AirDresser, Klimaanlagen und Saugroboter –, die über SmartThings orchestriert werden und eigenständig Entscheidungen treffen (z.B. Programme, Energieverbrauch, Reinigungsrouten). citeturn0search10
SmartThings als Integrationsschicht, inzwischen mit über 430 Mio. Nutzern, das Geräte, Szenarien und Datenflüsse bündelt und zunehmend AI‑Funktionen übergreifend bereitstellt. citeturn0search13
Samsung Knox / Knox Matrix als Sicherheits- und Datenschutz-Layer, der auch AI‑spezifische Risiken adressieren soll (z.B. Modellevaluierung, Datenflüsse für AI‑Training). citeturn0search12
Damit verschiebt Samsung den Fokus: Es geht weniger um „den smarten Kühlschrank“ oder „den Roboterstaubsauger“, sondern um einen AI‑koordinierten Haushalt, in dem Geräte miteinander sprechen, gemeinsam lernen und aufeinander reagieren.
1.2 Kernelemente der neuen AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform
Aus den Ankündigungen lassen sich folgende Funktionssäulen der Plattform ableiten:
AI‑Perception und Kontextverstehen
- Kameras, Sensoren und Mikrofone in TV, Kühlschrank, Waschmaschine oder Saugroboter erkennen Objekte, Personen, Medieninhalte, Nutzungsverhalten und Umgebungsbedingungen (z.B. AI Vision im Family Hub Kühlschrank, AI Soccer Mode Pro im TV, AI Object & Liquid Recognition im Jet Bot Steam Ultra). citeturn0search11turn0search13turn0search10
Edge‑AI statt reinem Cloud‑AI
- Viele Entscheidungen (z.B. Auswahl von Waschprogrammen, Navigationsrouten des Roboters, Energieoptimierung der Klimaanlage) laufen direkt auf dem Gerät, häufig mit spezialisierten Prozessoren und lokal trainierten Modellen.
Orchestrierung über SmartThings
- Szenarien verbinden Geräte: Ein Rezept, das der Nutzer am TV sieht, wird an die Küche „weitergereicht“; Waschprogramme triggern automatisch passende Trocknungs- oder Pflegeprogramme im AirDresser; Klimaanlagen reagieren auf Belegung und Gewohnheiten. citeturn0search11turn0search10
Sicherheits- und Datenschutz-Layer via Knox / Knox Matrix
- Sicherheitsarchitektur und Datenfreigabekonzepte sollen sicherstellen, dass AI‑Funktionen nicht zu unkontrollierten Datenströmen führen – inklusive Modellfreigaben nach Red‑Team‑Analysen und Schutz der Trainingsdaten. citeturn0search12
2. Detaillierte Analyse: Was ist wirklich neu – und warum ist es relevant?
2.1 Die KI zieht in den Alltag ein – sichtbar an konkreten Use Cases
Die Neuheit liegt nicht in der bloßen „AI‑Fähigkeit“, sondern in konkreten, alltäglichen Szenarien, die Samsung jetzt technisch zusammenführt:
TV + Küche:
- Nutzer sieht eine Kochsendung oder ein Rezept-Video.
- VAC erkennt den Inhalt und bietet auf Zuruf passende Rezepte an.
- Diese Rezepte können direkt an andere Geräte übergeben werden – etwa an einen Display‑Screen auf einem mobilen Küchen-Display („The Movingstyle“) oder an den AI‑Kühlschrank zur Bestandsprüfung der vorhandenen Zutaten. citeturn0search11turn0search13
Kühlschrank + Ernährung + Shopping:
- Der Family Hub Kühlschrank nutzt AI Vision (mit Google Gemini), um ein- und ausgeräumte Lebensmittel zu erkennen und Bestände zu tracken.
- Darauf basierend können Vorschläge für Mahlzeiten, Einkaufslisten oder automatische Nachbestellungen ausgelöst werden – ein direkter Anknüpfungspunkt für Handel, Lieferdienste und Ernährungsservices. citeturn0search13
Wäschepflege als durchgängiger Prozess:
- Die Bespoke AI Laundry Combo erkennt Gewicht, Stoffart und Verschmutzungsgrad und wählt autonom Wasser, Waschmittel und Programme.
- Anschließend schlägt der mit dem System verbundene AirDresser automatisch passende Pflegeprogramme vor, um z.B. Hemden zu glätten, Gerüche zu entfernen und Stoffe zu schonen. citeturn0search10
Reinigung + Objekterkennung:
- Der Bespoke AI Jet Bot Steam Ultra erkennt Objekte, Personen, Haustiere und Flüssigkeiten, entscheidet, ob ein Bereich besser gemieden oder gereinigt werden soll und passt seine Route dynamisch an.
- In Kombination mit SmartThings-Sensoren (z.B. Tür-/Fensterkontakte) entsteht ein infrastrukturell „mitdenkender“ Haushalt. citeturn0search10
Diese Beispiele illustrieren, dass AI als verbindende Logik zwischen vormals getrennten Produktkategorien dient.
2.2 Standardisierung und Skalierung: SmartThings als Drehkreuz
Mit über 430 Mio. SmartThings-Nutzern kommuniziert Samsung deutlich: Das Unternehmen sieht sich nicht nur als Gerätehersteller, sondern als Plattformbetreiber im Haushalt. citeturn0search13
Neu daran ist:
Konsequente Plattformisierung: Andere Anbieter müssen sich fragen, ob sie noch als „App auf dem Smartphone“ präsent sein wollen – oder als integrierter Dienst innerhalb des SmartThings‑Haushalts.
Wachsende API‑Bedeutung: Für B2B‑Partner wird der Zugang zu SmartThings‑APIs und Data‑Pipelines strategisch. Wer hier nicht integriert ist, verliert im Haushalt Sichtbarkeit.
Device‑übergreifende Szenarien: Statt eine Lösung pro Gerät zu bauen (z.B. separate Skills für TV, Kühlschrank, Türschloss), werden haushaltsweite Szenarien wichtiger – z.B. „Abendroutine“, „Energiesparen bei Abwesenheit“, „Gesunde Woche“.
2.3 Differenzierung über AI‑Capabilities – Druck auf B2B‑Anbieter
Die Ankündigungen auf der CES 2026 senden ein klares Signal: Gerätehersteller treiben Edge‑AI als Differenzierungsmerkmal massiv voran.
Konsequenzen:
Hardware-nahe AI‑Funktionen werden für Drittanbieter schwerer nachzubilden, wenn sie nicht tief in die Plattform integriert sind.
Dienstanbieter (Versicherungen, Energieversorger, Medien‑/Streaming‑Plattformen, Food‑Delivery, E‑Commerce) müssen sich technologisch auf unterschiedliche, proprietäre Ökosysteme wie SmartThings, HomeKit, Alexa, Google Home und andere einstellen.
Datenmodell und Semantik (wie ein „Haushalt“, „Raum“, „Routine“ oder „Gerätetyp“ beschrieben werden) gewinnen an strategischer Bedeutung, weil sie bestimmen, wie einfach oder schwierig Integrationen gelingen.
2.4 Security & Privacy: Knox/Knox Matrix als strategische Basis
Mit Knox und Knox Matrix schlägt Samsung die Brücke zwischen Consumer‑Convenience und Unternehmensanforderungen:
Geräte- und Datenintegrität: Knox ist etabliert im Enterprise‑Umfeld (Mobile, Tablets) und wird nun als Sicherheitsbasis für AI‑Geräte im Haushalt positioniert.
AI‑spezifische Risikoanalyse: Modelle werden vor Freigabe red‑team‑getestet, AI‑Training und Datenzugriffe stehen stärker unter Kontrolle.
Relevanz für regulierte Branchen: Gesundheit, Versicherungen, Energieversorger oder Banken können perspektivisch eher mit solchen Systemen kooperieren, wenn Security-Mechanismen nachvollziehbar dokumentiert sind. citeturn0search12
3. Praktische Beispiele und Branchenszenarien
3.1 Handel und E‑Commerce
Szenario „Integrierter Einkauf aus dem Haushalt“
AI Vision im Kühlschrank erkennt, dass bestimmte Produkte zur Neige gehen.
Der Nutzer erhält Vorschläge: „Rezeptvorschläge für heute Abend“ oder „Standard-Einkaufsliste aktualisieren“.
Über eine integrierte Shopping-Integration (z.B. eines Supermarkts oder Online‑Händlers) kann die Bestellung direkt aus dem Kühlschrank oder TV ausgelöst werden.
Implikationen:
Händler müssen Produktdaten, Verfügbarkeiten und Preise so strukturieren, dass sie über SmartThings‑Schnittstellen oder Partner-Integrationen nutzbar sind.
Marken können im Haushalt präsent sein, ohne dass der Nutzer aktiv eine Website aufruft – z.B. als empfohlene Produkte in Rezeptszenarien.
Anforderungen an Consent‑Management steigen: Nutzer müssen klar entscheiden können, ob und wie ihre Nutzungsdaten (z.B. Einkaufs- und Verbrauchsmuster) für personalisierte Angebote genutzt werden.
3.2 Medien, Entertainment und Werbung
Szenario „Contextual Commerce & Content“
Der Nutzer schaut eine Kochshow, eine Fitnesssendung oder eine Serie.
VAC erkennt, was gezeigt wird, und kann – bei entsprechender Einwilligung – kontextbezogene Angebote ausspielen: Rezepte, Lebensmittelempfehlungen, Fitnesspläne oder Produktplatzierungen, die direkt bestellbar sind.
Relevanz:
Medienhäuser und Werbetreibende bekommen eine hochkontextuelle, aber privacy‑sensitive Werbefläche direkt im Wohnzimmer.
Neue KPIs entstehen: nicht nur „Viewtime“, sondern z.B. „Interaktion mit AI‑Companion“, „von Content zu Einkauf gewandelte Interaktionen“.
3.3 Energie, Utilities und Smart‑Home‑Anbieter
Szenario „AI‑optimiertes Energiemanagement“
Klimaanlagen mit AI Energy Mode analysieren Raumnutzung, Temperatur, Luftfeuchte und Tarife und optimieren den Energieverbrauch unter Komfortvorgaben des Nutzers. citeturn0search10
Waschmaschine und Trockner verschieben energieintensive Programme automatisch in günstigere Tarifzeiten, sofern der Energieversorger passende Signale bereitstellt.
Konsequenzen:
Energieversorger können dynamische Tarife und Anreizmodelle direkt in die SmartThings‑Logik integrieren.
White‑Label‑Lösungen für Smart‑Home‑Energieoptimierung müssen tief in die Geräte-APIs greifen können – reine Zählerdaten reichen nicht mehr.
3.4 Immobilien, PropTech und Facility Management
Szenario „AI‑ready Home“
Neubauprojekte werden mit vorinstallierten SmartThings‑Hubs und kompatiblen Geräten geplant.
Betreiber (Wohnungswirtschaft, Betreiber von Serviced Apartments, Studentenwohnheimen, Seniorenresidenzen) können standardisierte Szenarien anbieten:
- „Einzugs‑Preset“ (Licht, Heizung, Geräte)
- „Abwesenheitsmodus“ (Sicherheit, Energie)
- „Service‑Räume“ (z.B. Gemeinschaftswaschküchen mit AI‑Waschgeräten).
Vorteile:
Differenzierung im Markt durch „AI‑bereite“ Wohnungen.
Langfristig bessere Instandhaltung durch Zustandsdaten der Geräte (predictive maintenance), sofern Zugriff auf Telemetriedaten vertraglich und datenschutzkonform geregelt ist.
4. Geschäftliche Relevanz: Was Unternehmen jetzt konkret tun sollten
4.1 Strategische Entscheidungen
Positionierung im Haushalt klären
- Wollen Sie als Marke/Service direkt im SmartThings‑Ökosystem sichtbar sein – oder bleiben Sie in der Smartphone‑App‑Logik?
- Welche Kundenschnittstellen (TV, Kühlschrank, Lautsprecher, Saugroboter, Klimaanlage) sind für Ihre Zielgruppe am relevantesten?
Edge‑AI‑Strategie definieren
- Welche Teile Ihres Angebots können oder sollten lokal auf dem Gerät laufen (z.B. schnelle Reaktionen, Datenschutzgründe)?
- Welche bleiben in der Cloud, und wie werden sie mit den Edge‑Komponenten integriert?
Ökosystem‑Priorisierung
- Neben Samsung existieren weitere Plattformen (Apple, Google, Amazon, Herstellerallianzen). Eine Roadmap für Prioritäten ist notwendig; eine Vollintegration in alle Ökosysteme ist oft wirtschaftlich unrealistisch.
4.2 Technische und organisatorische Maßnahmen
APIs & Integrationen aufrüsten
- Produkt‑, Tarif‑, Content‑ und Kundendaten müssen so strukturiert sein, dass gerätespezifische Integrationen (z.B. SmartThings‑Capabilities, Szenarien, Routinen) überhaupt möglich sind.
- Prüfen Sie, ob Ihre aktuellen Systeme Echtzeit‑ oder Near‑Real‑Time‑Anforderungen (z.B. dynamische Preise, Verfügbarkeiten) erfüllen.
Data Governance & Privacy by Design
- Haushaltsdaten sind sensibel. Etablieren Sie klare Policies, welche Daten wann und wofür genutzt werden dürfen.
- Binden Sie Datenschutz und Informationssicherheit frühzeitig in Integrationsprojekte mit SmartThings & Co. ein.
Security‑Architektur abstimmen
- Prüfen Sie, wie sich Ihre eigenen Security‑Anforderungen mit Samsung Knox / Knox Matrix verbinden lassen.
- Definieren Sie Verantwortlichkeiten: Wer ist für welche Teile der Sicherheitskette verantwortlich (Gerät, Netzwerk, Cloud, Drittservices)?
Produkt- und Service-Design auf „Ambient Computing“ ausrichten
- Konzipieren Sie Services so, dass sie ohne klassische UI funktionieren – gesteuert über Sprache, Automationen oder AI‑Empfehlungen.
- Testen Sie konkrete Use Cases in Haushalten, nicht nur im Lab.
5. Fazit und Handlungsempfehlungen
Samsung nutzt die CES 2026, um seine AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform sichtbar zu machen und sich als zentraler Orchestrator des vernetzten Zuhauses zu positionieren. Für Unternehmen entsteht ein neues Spielfeld: Der Haushalt wird zur AI‑vernetzten Service‑ und Datenplattform, in der Sichtbarkeit, Relevanz und Vertrauen neu ausgehandelt werden.
Wichtigste Takeaways für Entscheider
AI wird zum Standard-Layer im Haushalt: TVs, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Roboter laufen nicht mehr isoliert, sondern bilden ein AI‑koordiniertes Ökosystem.
SmartThings entwickelt sich zum Plattform-Drehkreuz: Mit Hunderten Millionen Nutzern wird der Zugang zu SmartThings‑APIs strategisch – wer nicht integriert ist, verliert Sichtbarkeit im Haushalt.
Edge‑AI erhöht Integrationsdruck: Viele Funktionen liegen direkt auf den Geräten; B2B‑Anbieter brauchen dedizierte Strategien für Edge‑ und Cloud‑Kopplung.
Security und Datenschutz werden zum Enabler: Samsung positioniert Knox/Knox Matrix als Basis – Kooperationen erfordern belastbare Governance‑Modelle für Daten und Modelle.
Neue Geschäftsmodelle im Haushalt entstehen: Vom kontextuellen Commerce über energieflexible Tarife bis hin zu AI‑ready Real Estate – Unternehmen sollten früh Pilotprojekte aufsetzen.
Jetzt handeln, nicht abwarten: Die technische Basis wird 2026 gelegt. Wer erst reagiert, wenn Standards vollständig etabliert sind, wird hohe Integrations- und Opportunitätskosten zahlen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist die neue AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform von Samsung auf der CES 2026?
Die AI‑Haushalts- und Lifestyle-Plattform von Samsung ist ein integriertes Ökosystem, das TVs, Displays, Haushaltsgeräte und Smart‑Home‑Steuerung über SmartThings vernetzt. KI-Funktionen laufen direkt auf den Geräten (Edge‑AI) und koordinieren Alltagsszenarien wie Kochen, Wäschepflege, Reinigung oder Energiemanagement über alle Geräte hinweg.
Wie funktioniert die Edge‑AI in Samsungs vernetztem Zuhause konkret?
Edge‑AI bedeutet, dass viele Entscheidungen direkt im Gerät getroffen werden, etwa in TV, Kühlschrank, Waschmaschine oder Klimaanlage. Spezialisierte Prozessoren und lokale Modelle analysieren Sensor‑, Kamera- und Nutzungsdaten in Echtzeit und wählen zum Beispiel Programme, Energieprofile oder Reinigungsrouten autonom aus, ohne jede Aktion in der Cloud verarbeiten zu müssen.
Welche Rolle spielt SmartThings in Samsungs AI‑Ökosystem?
SmartThings fungiert als zentrale Integrationsschicht, die Geräte, Szenarien und Datenflüsse im Haushalt orchestriert. Über Routinen und Automationen verbindet die Plattform einzelne Geräte zu durchgängigen Use Cases, etwa vom TV-Rezept zum Kühlschrank-Bestandscheck oder von der Waschmaschine zum AirDresser, und schafft so einen haushaltsweiten Service-Layer.
Welche Auswirkungen hat Samsungs AI‑Plattform auf Datenschutz und Sicherheit im Smart Home?
Mit Samsung Knox und Knox Matrix wird ein Sicherheits- und Datenschutz-Layer bereitgestellt, der Geräteabsicherung, Datenflüsse und AI‑Modelle schützt. Dazu gehören zum Beispiel geprüfte Modelle, kontrollierte Datenzugriffe und klare Governance-Regeln, was vor allem für regulierte Branchen wie Energie, Gesundheit oder Versicherungen Kooperationen mit dem Smart‑Home‑Ökosystem erleichtert.
Was ist der Unterschied zwischen klassisch „smarten“ Geräten und Samsungs AI‑koordiniertem Haushalt?
Klassisch „smarte“ Geräte sind meist isoliert und werden einzeln per App oder Sprachbefehl gesteuert. Im AI‑koordinierten Haushalt von Samsung agieren Geräte gemeinsam als vernetztes System, tauschen Kontextdaten aus und bilden durch SmartThings und Edge‑AI eine durchgängige Logik für Routinen, Komfort, Energieeffizienz und Commerce-Szenarien.
Welche Chancen ergeben sich für Handel, Medien, Energieversorger und Immobilienwirtschaft durch Samsungs AI‑Haushaltsplattform?
Unternehmen können ihre Services direkt in alltägliche Haushaltsmomente integrieren – etwa Einkaufen aus dem Kühlschrank, contextual Commerce vom TV, dynamische Energietarife über Geräte oder AI‑ready Wohnungen mit vorinstallierten Smart‑Home‑Szenarien. Gleichzeitig steigen Anforderungen an strukturierte Daten, APIs, Security und Datenschutz, um diese Touchpoints technisch und regulatorisch sauber bedienen zu können.
Was sollten Unternehmen jetzt konkret tun, um sich auf Samsungs AI‑Ökosystem vorzubereiten?
Unternehmen sollten ihre Rolle im Haushalt definieren, priorisierte Use Cases für das SmartThings‑Ökosystem identifizieren und ihre APIs, Datenmodelle sowie Integrationsarchitektur entsprechend ausrichten. Parallel sind Data‑Governance-, Privacy‑by‑Design- und Security‑Konzepte zu etablieren, damit Pilotprojekte mit Edge‑AI‑Szenarien schnell, aber rechtssicher umgesetzt werden können.
